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Ja, wo fängt man nun an zu erzählen. Ich war schon immer sportlich, als ich noch in die Schule ging betrieb ich fleissig Leichtathletik. Ich liebte es. Ein Grund, wieso ich auch heute noch ein riesen Fan von Sprints bin, oder diversen Jump Variationen zum Beispiel. Es gab aber auch eine Zeit nach dem Leichtathletik. Die Periode zwischen dem Ende meiner Leichathletik-Karriere (wir nennen das jetzt mal so :D ) und dem Start  mit meinem Exfreund. Diese Zeit war dunkel.  

Okay, es gab auch die guten Seiten. Man muss schliesslich immer das Positive aus jeglichen Situationen ziehen. Darin bin ich gut. Einer meiner Eigenschaften, die mich ausmachen. Abschweifend zum Beispiel mit folgender Situation:

Ich hatte eine hitzige Diskussion mit meinem damaligen (Ex-)Freund. Wir waren dazumal mitten in der Trennung. Er stürmte meine Wohnung und hielt mir ein Vortrag darüber, wie schlecht es ihm nun ging und wie unglaublich das Ganze sei. Eskalation pur. Meine Freundin mittendrin. Auf dem Sofa. Die Arme. Und das lustige daran, ich habe sie an diesem Abend das erste Mal getroffen. Es war Sonntag und zu allem hin auch noch Valentinstag, somit stand Pizza und ein Comedy Film auf dem Programm. Als er dann endlich aufbrach mit seinem Hab und Gut (welches ich in ungefähr 7 grosse Einkaufstaschen gepackt habe, es kam nicht einmal ein Dankeschön!), setzte ich mich zu ihr, griff zu meinem letzten Stück Pizza, biss erschöpft hinein und sagte nur: „Jetzt ist das letzte Pizzastück einfach kalt wegen diesem Idioten, das macht mich wütend!“

Ich habe gelacht und geweint gleichzeitig. Wir konnten uns nicht mehr halten, obwohl mir gar nicht nach lachen war nach dieser Szene meines Exfreundes. Das tolle, sie ist immer noch in meinem Leben (by the way, wenn du das liest, ICH LIEBE DICH) und hat einen festen Platz in meinem Herzen, wie auch im Herz meines Bruders. Die zwei sind ein Paar. Wie das Leben manchmal spielt. Süss oder. 

Nun zurück zu der Zeit zwischen den zwei sportlichen Abschnitten meines Lebens. Das war so die Zeit der Sekundarschule / Lehre. Kurze Beschreibung dazu:
Viel Alkohol. Sehr viel. Zu viel. Ausgang, Ausgang, Ausgang. Wenig gegessen, und wenn, dann sehr ungesund. Mein Mittagessen unter der Woche bestand zum Beispiel aus zwei Redbull Sugarfree und Zigaretten.

 

Dann wieder Wochenende, mehr Alkohol. Spital. Null Selbstliebe. Sachen, die man zu vergessen versuchte, mit Alkohol. Mhm, richtig gehört. Das war ich.  Was sich in meinem Kopf abspielte? Und ja, der Kopf war beim Psychiater. Die Nacht am Bahngleis, wo ich ins Dunkle starrte und mich fragte, wieso? Das Herz pumpte, es pulsierte alle. Nur zwei Schritte. Wieso?